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Prima prevenire, poi riciclare: il nostro percorso verso una riduzione dei rifiuti da imballaggio
Dietro le quinte

Prima prevenire, poi riciclare: il nostro percorso verso una riduzione dei rifiuti da imballaggio

Teil 2 unserer Serie: Ein ehrlicher Blick auf unsere Nachhaltigkeitsentscheidungen

Nachhaltigkeit endet nicht am Produkt. Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, denken viele zuerst an Materialien oder die Herstellung. Doch auch alles, was ein Produkt auf seinem Weg begleitet, spielt eine Rolle – allen voran die Verpackung. Gerade hier lassen sich oft mit einfachen Entscheidungen Ressourcen sparen und Abfall vermeiden.

Warum die beste Verpackung oft die ist, die gar nicht erst entsteht

Fast jedes Produkt, das wir kaufen, ist mehrfach verpackt: Karton, Kunststofffolie, Etiketten und Füllmaterial begleiten es bis zu uns nach Hause. Meist erfüllen diese Materialien ihren Zweck nur für wenige Minuten, bevor sie im Müll landen. Gleichzeitig fielen im Jahr 2019 weltweit rund 353 Millionen Tonnen Plastikmüll an, rund 40 % davon aus Verpackungen.¹ Verpackungen gehören damit zu den größten, aber auch kurzlebigsten Einsatzbereichen von Kunststoffen.¹

Zwar spielt Recycling eine wichtige Rolle für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, doch die tatsächlichen Recyclingquoten bleiben weltweit begrenzt. Ein erheblicher Teil des Kunststoffabfalls wird verbrannt, deponiert oder gelangt in die Umwelt.¹ Deshalb gilt in der europäischen Abfallhierarchie ein einfacher Grundsatz: Abfallvermeidung steht immer an erster Stelle, noch vor Wiederverwendung und Recycling.²

Weniger Verpackung statt mehr Recycling

Vor diesem Hintergrund stellt sich eine einfache Frage: Muss jedes Produkt überhaupt zusätzlich verpackt werden? Bei uns lautet die Antwort in vielen Fällen: nein. Wo es möglich ist, verzichten wir auf zusätzliche Verpackungsmaterialien, insbesondere auf Polybags aus Kunststoff.

Viele unserer Produkte werden direkt in dem Packsack geliefert, der später auch Teil des Produkts bleibt. Unsere Hängematten, Express Bags, Pouches oder Eco Bags benötigen dadurch keine zusätzliche Kunststoffverpackung. Auch unsere Schlafsäcke werden ohne separaten Polybag ausgeliefert.

Bei den Hangtags setzen wir auf Papier statt Kunststoff oder Laminat, teilweise bereits aus Recyclingfasern.

 

Natürlich lässt sich Verpackung nicht immer vollständig vermeiden. Wo sie notwendig ist, versuchen wir jedoch, sie so funktional und materialeffizient wie möglich zu gestalten. So verschicken wir kleinere Bestellungen aus unserem europäischen Warenlager nicht in neuen Kartons, sondern in Versandtaschen von Wildplastic, hergestellt aus Plastikmüll, der aus der Natur gesammelt wurde, statt aus neuem Kunststoff.

Auch beim Versand: Reste bekommen noch eine Aufgabe

Ein kleiner Nebenaspekt, der nicht direkt mit Verpackung im engeren Sinne zu tun hat, aber thematisch dazupasst: Für unsere weltweiten B2C-Bestellungen, die direkt aus unserer Manufaktur auf Bali verschickt werden, verwenden wir teilweise Netzstoffreste aus der Moskitonetzproduktion sowie Stoffreste aus der Hängemattenproduktion als Schutzmaterial beim Versand, statt dafür extra neues Füllmaterial einzukaufen. Auch bei unseren Moonquilts liegt eine kleine Aufbewahrungstasche aus genau diesen Moskitonetzresten bei.

Das ist kein durchgängiges System, das jede Bestellung abdeckt, und für sich genommen auch keine große Lösung, aber eine der Stellen, an denen wir versuchen, vorhandenes Material weiterzunutzen, statt es wegzuwerfen.

Nachhaltigkeit beginnt vor dem Recycling

Recycling bleibt ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Noch wirkungsvoller ist es jedoch, Materialien gar nicht erst zu Abfall werden zu lassen. Verpackungen zu reduzieren, vorhandene Materialien mehrfach zu nutzen und Produkte möglichst ressourcenschonend zu gestalten, genau dort beginnt für uns nachhaltiges Handeln.

Im ersten Teil unserer Nachhaltigkeitsserie ging es darum, wie Stoffreste aus der Hängemattenproduktion zu neuen Produkten werden. Dieses Mal stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich Verpackungsmüll von Anfang an vermeiden lässt. Denn Nachhaltigkeit endet nicht beim Produkt, sondern umfasst den gesamten Weg vom Material bis zum Versand.


Quellen

  1. OECD (2022): Global Plastics Outlook: Economic Drivers, Environmental Impacts and Policy Options ↩.
  2. Europäische Kommission: Waste Hierarchy (Abfallhierarchie gemäß EU-Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG).

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