
TRAVELLING STORIES: UNTERWEGS MIT DEM WELTENWANDERER GREGOR SIEBÖCK
Hast du dich jemals gefragt, was passiert, wenn man die Haustür hinter sich zuzieht und einfach immer weitergeht? Nicht nur für ein Wochenende, sondern für Jahre? Wir haben uns mit Gregor Sieböck unterhalten – einem Mann, der seit 2003 die Welt zu Fuß entdeckt und dabei gelernt hat, dass die wertvollsten Entdeckungen oft abseits der befestigten Wege liegen.
Der Ruf der weiten Welt
„Eines Tages wanderte ich einfach los“, erinnert sich Gregor mit einem Lächeln. Was in Österreich begann, führte ihn über alte Pilgerwege quer durch Europa bis zum Atlantik. Doch das war erst der Anfang. Von der einsamen Weite Lateinamerikas über die Tempelberge Japans bis in die unberührte Wildnis Neuseelands – Gregor hat den Geschwindigkeitsrausch der Moderne gegen den Rhythmus seiner eigenen Schritte getauscht.
Dabei geht es ihm heute nicht mehr um starre Pläne oder Zielankünfte. Gregor ist ein Suchender, der an jeder Wegkreuzung neu entscheidet. Er sucht die Fülle des Augenblicks, die Verbundenheit mit der Erde und den „Zauber der Zeit“.
Abenteuer Peru: Unterwegs auf der historischen Inkastraße
Der südlichste Hängemattenplatz der Erde
Auf seinen Reisen ist Gregor oft mit minimalem Gepäck unterwegs. Sein treuer Begleiter im 30-Liter-Rucksack? Eine Ticket to the Moon Hängematte.
Eines seiner beeindruckendsten Erlebnisse führte ihn auf die Isla Navarino, ganz im Süden Südamerikas. Auf dem südlichsten Wanderweg der Erde, den Dientes de Navarino, suchte er im letzten Abendlicht nach einem Schlafplatz.
„Ein kalter Wind frischte auf und kam direkt aus der Antarktis, die keine 1000 Kilometer Luftlinie entfernt war", erzählt er. "In einem kleinen Südbuchenwald fand ich schließlich zwei Bäume. Ich spannte meine Hängematte auf und war einfach nur selig – mit Blick in Richtung Kap Horn."
Interessanterweise sorgte die Hängematte dafür, dass er die fünf Tage dauernde Tour in nur zwei Tagen schaffte. Warum? Weil die Hängemattenplätze in der kargen Landschaft so rar waren, dass er einfach immer weiterlief, bis er die perfekten Bäume fand. "Ticket to the Moon Hängematten verleihen eben Flügel", meint er. Dank dieses Tempos erreichte er die Zivilisation genau rechtzeitig, bevor ein heftiger antarktischer Sturm über die Insel zog.
Der südlichste Wald der Erde - Isla Navarino Chile
Die Stimme des Herzens (und die Wildschweine)
Wer so lange draußen lebt, entwickelt einen sechsten Sinn. Das rettete Gregor bei einer Übernachtung in der Wiener Lobau vermutlich die Gesundheit.
Morgensonne nach einer unruhigen Nacht
Nach einer langen Wanderung suchte er im Schein der Stirnlampe einen Platz für die Nacht. Er hatte die Hängematte bereits perfekt zwischen zwei Bäumen gespannt, als ihn ein ungutes Gefühl überkam. Obwohl der Platz objektiv gut aussah, sagte ihm seine innere Stimme: Zieh um. Er vertraute seinem Instinkt, baute alles ab und suchte sich zehn Meter weiter neue Bäume. Gegen 4:00 Uhr morgens wurde er durch lautes Krachen geweckt. Eine Horde Wildschweine stürmte direkt über den Platz, an dem er zuerst liegen wollte. "Hätte ich nicht auf mein Herz gehört, hätte ich wohl die Hauer des Ebers in der Nierengegend gespürt", erinnert er sich.
Stattdessen genoss er am nächsten Morgen sicher und dankbar das zauberhafte Licht der Morgensonne, bevor er seinen Weg in Richtung Karpaten fortsetzte.
Gut gelaunt auf dem Weg nach Osten
Lust auf mehr Geschichten?
Gregor Sieböck zeigt uns, dass das einfache Leben oft das erfüllteste ist. Seine Reisen lehren uns Demut vor der Natur und die Wichtigkeit, wieder auf die eigene Intuition zu hören.
Wenn du tiefer in Gregors Abenteuer eintauchen willst, empfehlen wir dir sein Buch: Reisen außerhalb der Zeit" (Verlag: Story One).
Wir bei Ticket to the Moon sind stolz darauf, Weltenwanderer wie Gregor auf ihren Wegen zu begleiten – egal, ob bei einer Übernachtung in den Wiener Donau-Auen oder auf den kargen Pfaden Südamerikas.
Wo war dein bisher außergewöhnlichster Hängemattenplatz? Schreib es uns in die Kommentare!


